Foto: Opel / © GM Corp.

Intelligente Steuerung entschärft kritische Situationen bereits im Ansatz


Der Opel Insignia bereichert das Mittelklasse-Segment nicht nur mit einem ausgezeichneten Design sondern auch durch ein hochwertiges Technikkonzept. So hat das „Auto des Jahres 2009“ Innovationen zu bieten, die bisher wesentlich teureren Sportwagen oder Luxuslimousinen vorbehalten waren.


Foto: Opel / © GM Corp.

Dazu gehört das neue, adaptive 4x4-Allrad-System von Opel, das im Insignia in Verbindung mit dem FlexRide Premium-Fahrwerk und den elektronisch-hydraulischen Lamellenkupplungen neue Maßstäbe in Puncto Regelgeschwindigkeit setzt: So vergeht nur ein kurzer Wimpernschlag (ca. 80 Millisekunden) zwischen dem Erkennen einer kritischen Situation durch die Sensoren und der darauf erfolgten Kraftverteilung an die Räder. Diese kann stufenlos von Null bis nahezu 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse als auch zwischen den Rädern der Hinterachse verteilt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen mechanischen Allradantrieben erlaubt die hydraulische Steuerung, blitzschnelle Eingriffe.

Das neue adaptive Allradsystem von Opel ist für den 2 Liter-Turbobenziner erhältlich und im 2,8 V6 Turbo und in der OPC-Version serienmäßig. Preislich startet es im 162 kw/220 PS starken Opel Insignia 2.0 turbo Edition ab 35.685 Euro.

Allrad-Elektronik als Frühwarnsystem ausgelegt

Informationen erhält das adaptive Allrad-System über drei Module: BCM (Body Control Modul), ECU (Engine Control Unit) und dem ESP-Modul. Alle Informationen werden dann zum Steuergerät weitergeleitet, ausgewertet und das Drehmoment individuell an die Räder verteilt. Der Kraftverlauf erfolgt beim Insignia 4x4 vom Vorderachsdifferential über die Kardanwelle zu einer hydraulischen Lamellenkupplung. Sie steuert elektronisch geregelt die Drehmomentverteilung von 0 bis 100 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse.
Die Kraftverteilung an der Hinterachse übernimmt ebenfalls eine hydraulische Lamellenkupplung mit einer möglichen Kraftverteilung von fast 100 Prozent an jeweils eines der beiden Hinterräder. So kann ein Insignia 4x4 selbst dann problemlos anfahren, wenn er mit drei Rädern auf Eis und nur eines der Hinterräder beispielsweise auf Asphalt steht.
Die Module erhalten ihre Signale von Sensoren die Gierrate, Beschleunigung, Lenkwinkel, Raddrehzahlen, Gaspedalstellung, Motordrehzahl und Drehmoment erfassen und die Kraftverteilung entsprechend der empfangenen Informationen an die aktuelle Fahrsituation anpassen. So erfolgt etwa vor dem eigentlichen Anfahren über Gaspedalstellung und Motordrehzahl eine Information an das Steuergerät.
Die Drehmomentverteilung zwischen Vorder – und Hinterachse erfolgt – anders als bei üblichen System – schon vor dem eigentlichen Start. Bei einem bevorstehenden „Kavalierstart“ wird schon im Vorfeld ein entsprechender Teil der Antriebskraft zu den Hinterrädern delegiert. „Es ist ein großer Vorteil des neuen Opel Allrad-Systems, das nicht erst eine kritische Situation wie zum Beispiel durchdrehende Vorderräder entstehen muß, damit eine entsprechende Regelung eingeleitet wird.“ kommentiert Andreas Holl, Leiter der Insignia-Fahrwerksentwicklung.

Schlechte Straßen, Nässe und Schnee erfordern Stabilität und Kontrolle

Besonders schlechte Straßen mit Schlaglöchern möglicherweise noch in Verbindung mit widrigen Witterungsbedingungen wie heftiger Regen oder Schnee und Glätte im Winter stellen extrem hohe Anforderungen an die Fahrwerkstechnik. Moderne Fahrwerkssysteme sollen Gefahren möglichst frühzeitig erkennen und vermeiden, sowie den Fahrer in kritischen Fahrsituationen unterstützen.
Ein klassisches Beispiel dafür ist das Fahren auf Schnee. Wer war nicht schon einmal auf einer schneebedeckten Bergabstrecke eine Spur zu schnell, hat aus diesem Grund den Fuß vom Gas genommen und festgestellt, dass sein allradgetriebenes Auto kaum mehr den Lenkbewegungen folgt und stur über die Vorderräder geradeaus in Richtung Straßenrand oder Gegenverkehr schiebt. Auch bei diesem extrem kritischen Fahrmanöver hilft der adaptive 4x4-Antrieb im Insignia dem Fahrer.
Das Allradkonzept mit seiner aufwändigen Sensorik kann nicht nur Drehmoment verteilen sondern umgekehrt auch ein durch Gaswegnahme vom Motor verursachtes Bremsmoment (Schleppmoment) so auf die einzelnen Räder umleiten, dass die Steuerbarkeit des Fahrzeugs optimal unterstützt wird. Durch die vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten der Drehmoment- oder Bremsmomentverteilung sowie der Stoßdämpfersteuerung über FlexRide löst der adaptive Allradantrieb damit schon viele kritische Situationen im Straßenverkehr ohne das ESP als rettender Engel eingreifen muß. ESP bleibt als Schutzengel immer im Hintergrund aktiviert.


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